12.06.2013, von Ortrud Blatt

Helfer aus Wächtersbach im Hochwassereinsatz

Der Einsatzauftrag erreichte die Helfer des THW-Ortsverband Wächtersbach am Samstagnachmittag. Innerhalb weniger Stunden waren sie zusammen mit weiteren 245 Kräften aus dem gesamten THW-Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland abfahrtbereit, um über den THW-Bereitstellungsplatz in Bad Hersfeld nach Magdeburg in das Einsatzgebiet aufzubrechen. Einsatzauftrag: Unterstützung der dortigen Helfer, Deichsicherung, Sandsackverbau.

Sandsackreservern des Einsatzverbandes

Bad Hersfeld ist die Anlaufstelle für alle neu eingesetzten THW-Helfer aus diesem Landesverband. Sie werden dort logistisch erfasst und in Verbänden mit mehreren Fahrzeugen und Gerät in die verschiedenen Einsatzgebiete entsandt. Der Wächtersbacher Zugführer Henning Benecke führt den Verband Gelnhausen, der sich aus Helfern der Ortsverbände Fulda, Gelnhausen, Lauterbach, Neuhof und Wächtersbach zusammensetzt, in das Einsatzgebiet. Unterwegs kommen noch Helfer aus Bensheim, Idstein und Seligenstadt dazu, sodass diese Einheit inzwischen aus 40 Helfern besteht. Mit Marschverpflegung versehen, verließen sie gegen 20.45h den Bereitstellungsraum in Fahrtrichtung Magdeburg

Dort in der Nacht angekommen, eine kurze Verschnaufpause - dann der erste Einsatzauftrag: Deichsicherung am Abstiegskanal Rothensee, eines der Brennpunkte in dieser Nacht. Die Bilder aus den Medien bestätigt sich, die Hinfahrt dorthin ist nur über teilüberflutete Straßen möglich.

Montagabend kurz vor Mitternacht der nächste Alarm: Wiederum ein Brennpunkt, zu dem die THWler gerufen wurden, um zusammen mit Kräften von Bundeswehr, den vielen Feuerwehren aus nah und fern und anderer Rettungsorganisationen einen Deichabschnitt zu sichern

Sand und Sack, eines der wichtigsten „Werkzeuge“ in diesen Tagen. Aus Sandsäcken lassen sich Dämme errichten, mit denen man den Deich erhöhen oder Gebäude vor Überschwemmungen schützen kann. Nicht nur auf der Deichkrone, auch zur Sicherung des Deichfußes ist der Sandsack optimal geeignet. Wenn durch eine anstehende Hochwasserwelle die Standfestigkeit eines Deiches beansprucht wird, kann er durch Bau einer Deichfußsicherung entlastet werden. Bei aufgeweichten Deichen können Sickerstellen mit sogenannten Quellkaden, das sind ringförmige Sandsackdämme gesichert werden, um das austretende Wasser aufzustauen und über den sogenannten Gegendruck ein weiteres Austreten von Wasser zu verhindern.

Weitere Berichte von den im Hochwassergebiet eingesetzten THW-Helferinnen und Helfer aus dem THW-Geschäftsführerbereich Osthessen werden folgen. Seit Sonntag unterstützen zwei weitere Helfer des Ortsverband in Wächtersbach die Logistikeinheit des OV Steinau in Torgau, sie kommen mit deren Einheit vermutlich am Donnerstag zurück. 

Bereits seit der vergangenen Woche sind THW-Helferinnen und THW-Helfer des Geschäftsführerbereich Osthessen im Einsatz. Spezialisten der Fachgruppe „Wasserschaden/Pumpen“ aus den Ortsverbänden Erlensee und Alsfeld kämpfen in Meißen und Radebeul gegen die Fluten, die Logistikeinheiten aus Hünfeld und Steinau stellen am Bereitstellungsplatz in Torgau die Versorgung von Einsatzkräften sicher und die Gruppe „Infrastruktur“ aus Bad Orb, sowie der Weitverkehrstrupp des OV Gelnhausen betreiben in Zeithain-Röderau einen Bereitstellungsraum


  • Sandsackreservern des Einsatzverbandes

Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.




Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: